|
Die ÖTSM schloss
bereits am ersten Septemberwochenende die Saison
2011 in Pachfurth ab. Am letzen
ostösterreichischen Ferienwochenende bei
Badewetter ließen Sigi und Christian Konrad ihren
Zirkus nochmals auftreten. Drei Bewerbe standen
noch am Programm und führten zu einem
dieselähnlich verdichteten Zeitplan.
Die Ausgangspositionen für die große Meisterschaft
waren bezogen. Brenntagp.b. HKS war mit
komfortablem Vorsprung auf SRT p.b. B&B angereist.
Eastreal Power One hatte eher nur noch
mathematische Chancen den Titel zu verteidigen.
Der Rest hatte mit der großen
Meisterschaftsentscheidung nur noch insofern zu
tun, dass man den 3 Anwärtern in den Rennen
wichtige Punkte wegnehmen konnte.
Das 3 Stundenrennen (der 2. Teil des Nachtrages
für das gestrichene 6h-Rennen in Ampfing) wurde
bereits um 09:00 gestartet und sowohl Brenntag/HKS
als auch SRT/B&B waren nicht ganz dort zu finden
wo sie sonst stehen. Überhaupt Brenntag wurde
fallweise bis auf P 10 zurückgereicht. Doch bei
den Teamchefs Stefan Haimbuchner (Brenntag) und
Herbert Wurzer (SRT) rauchten die Köpfe und beide
ermöglichten ihren Teams mit den richtigen
Strategien doch noch passable Ergebnisse (SRT auf
P4, Brenntag P6) einzufahren. Den Sieg und damit
das Punktemaximum holte sich aber Eastreal Power
One. Damit hatte Tom Urbaneks Mannschaft sogar 2
Rennen vor Schluss noch (sehr geringe)
mathematische Chancen auf den riesigen
Meisterpokal. Platz 2 holte sich M&P Holzbau, wo
endlich einmal die Technik mitspielte. Peter
Preisinger hatte sein Team gut aufgestellt und so
erreichte man erneut in einem 3 Stundenrennen P 2.
Vielleicht sollte man für M&P die Distanzen
halbieren. Rang 3 ging nach Deutschland an den MSC
Oberflockenbach. Die Truppe von Wolfram Fath
lieferte ein sauberes Rennen ab musste sich aber
noch ein kleines Bisschen akklimatisieren und das
Setup für das folgende 6h Rennen verfeinern. Das
Material machte den Mitfavoriten von Hörle Racing
p.b. Krone Hit erneut einen Strich durch die
Rechnung. Wie schon in Saalfelden brach das
Gaspedal am Kart von Andrej Hörle und dadurch war
man wieder einmal Weg vom Fenster. Vielleicht
sollte man anderswo Gewicht sparen und dafür
Edelstahlpedale verwenden. Rang 5 holte sich
Cerberus IT p.b. KCM, wo man, trotz Heimvorteil,
nicht genz das Tempo der Spitze gehen konnte.
Um 12:00 war die Zielflagge gefallen und bereits
um 13:00 Uhr startete das 6 Stundenrennen. Zur
Startaufstellung zog man das Ergebnis des 3h
Rennens heran und los gings. Die üblichen
Verdächtigen hatten sich innerhalb der ersten
halben Stunde abgesetzt und dann begannen die
einzelnen Erfolgsstorys und Dramen. Durchgehend im
Spitzenfeld befand sich SRT p.b. B&B, wo man sich
über die Dauer des Rennens gegen verschiedenste
Gegner zu wehren hatte. Herbert Wurzers Truppe
hatte zu kämpfen und von außen besehen schien es
eher knapp zu werden. Ob dem wirklich so war, weiß
man wahrscheinlich nur in der Strategieabteilung
von SRT. Um die Titelchance so groß wie möglich zu
halten musste man bei SRT gewinnen und das gelang,
wenn auch nur mit 7 sec Vorsprung auf Eastreal
Power One. Das Meisterteam von Tom Urbanek war mit
diesem zweiten Platz endgültig entthront, da
nützten auch die Rekordrunden von Domink Klima am
Ende des Rennens nichts mehr. Sensationell der
Auftritt der Drittplatzieren.
Hörle Racing Krone Hit schaffte es von Startplatz
20 noch auf Platz 3. Man hatte sich diesmal
entschlossen, das Gaspedal nicht abzutreten und
siehe da, man wurde mit einem Stockerlplatz
belohnt.
Brenntagp.b. HKS schaffte es mit der nötigen
Portion Glück noch auf Platz 4, wodurch der
Punktevorsprung auf SRT nicth so dramatisch
schmolz wie es zeitweilig während des Rennens
ausgesehen hatte.
Auf Platz 5 liegend fand man den MSC
Oberflockenbach. Lange Zeit um den Sieg
mitkämpfend, schlug man sich beim Boxenstop
selbst, als in der Hektik des Reifenwechsels eine
Schraube abgerissen wurde.
Noch schlimmer erging es M&P Holzbau. Die Steirer
fuhren im Spitzenfeld mit, mussten jedoch bereits
nach 2 Stunden zum Reifenwechseln hereinkommen. Da
bemerkte man dann, dass die Lagerung eines
Achsschenkels gebrochen war. Und damit wars für
Peter Preisingers Team vorbei.
Die Ausgangslage vor dem Finaltag mit den Sprints
war somit klar. Brenntag führte mit 22 Punken
Vorsprung auf SRT. SRT musste also um jeden Preis
gewinnen, während selbst dann Brenntag ein 13.
Platz genügen würde.
Aber auch in den Fahrerwertungen war einiges
knapp. So zitterten mit Michael Gmundner
(Gesamtwertung Masters), Markus Haimbuchner
(Gesamtwertung Fahrer) und Andreas Heisinger
(Gesamtwertung über 190 kg) gleich drei
Brenntagpiloten um einen Titel. Bei den Damen
fürchtete Evelyn Enzenhofer (Paa Racing p.b. Bulla)
noch Ines Gruber (Eastreal Power Racing).
Lediglich bei den Junioren war klar, dass
Christoph Stasek den Titel schon im Sack hatte.
Der erste Schock für Brenntag kam im morgendlichen
Warm Up. Andreas Heisinger klagte über
Rippenschmerzen und konnte nach einem kurzen
Fahrversuch definitiv nicht starten. Für den
Wiener eine bittere Enttäuschung hätte ihm doch
ein passables Ergebnis bereits den Titel über 190
kg gesichert. Als Ersatzmann hatte man raschest Ex
Formelpiloten Patrick Tiller engagiert, doch das
nütze Heisinger nichts mehr.
Und im ersten Sprint zeigte gleich einmal der MSC
Oberflockenbach auf. Tommy Helfiger siegte vor
Dominik Klima (Eastreal Power One) und Markus
Haimbuchner (Brenntagp.b. HKS). Stefan Jilka
konnte nach einem etwas rüderen Auftritt nur P 6
für SRT p.b. B&B einfahren.
Walcher (M&P Holzbau) vor Hackensellner (SRT p.b.
B&B) und Zanotti (MSC Oberflockenbach) lautete der
Zieleinlauf nach Sprint 2. Michael Gmundner (Brenntagp.b.
HKS) wurde gleich nach dem Start in der
Autobahnschikane abgeschossen und musste sich
mühsam von P 19 bis auf Platz 14 vor arbeiten.
Sprint drei (der erste schwere Sprint) ging an
Neuhauser (SRT) vor Kling (Eastreal Power One) und
Oeser (MSC Oberflockenbach). Brenntag/HKS mit
Ersatzpilot Patrick Tiller belegte Rang 4.
Spätestens jetzt stand der Teamstaatsmeister fest.
Dafür wurde es jetzt bei den schweren Piloten
enger, denn durch das Nichtantreten von Heisinger
stand der Kampf um den Titel der „schweren Jungs“
zwischen Hannes Neuhauser und Marcus Kling auf des
Messers Schneide, mit leichten Vorteilen für
Neuhauser.
Lauf 4 holte sich erneut M&P Holzbau mit Pichler
am Steuer, vor SRT p.b. B&B (Daniel Sutil) und
Cerberus IT p.b. KCM (Andreas Amon). Brenntag/HKS
(Mayer) landete auf Dafür wurde es plötzlich bei
den Damen spannend. Evelyn Enzenhofer eigentlich
komfortabel in der Gesamtwertung in Führung,
musste plötzlich noch Ines Gruber fürchten.
Im 5. Sprint wachte man endlich auch bei Hörle
Racing Krone Hit auf. Mario Novak entschied den
Lauf für sich. Im Ziel folgten ihm Hannes Dechler
(M&P Holzbau) und Thomas Taus (Cerberus IT p.b.
KCM). Das ganze Rennen war ziemlich unruhig und
als beim Kampf um die Spitze Dominik Klima (Eastreal
Power One) und Markus Haimbuchner (Brenntag/HKS)
kollidierten, kam nicht nur bei der Aufholjagd der
beiden Spannung auf. Manuel Tenschert (Hörle Krone
Hit) konnte sich plötzlich wieder Chancen auf den
Gesamtsieg in der Fahrerwertung ausrechnen.
Zum letzten Mal 195 kg hatte man im 6. Sprint auf
die Waage zu bringen. Und nachdem erneut Hannes
Neuhauser (SRT p.b. B&B) vor Marcus Kling (Eastreal
Power One) siegte, stand die Gesamtwertung der
Piloten über 190kg fest. Rang 3 belegte ein furios
fahrender Hannes XL Gsell für Hörle Racing Krone
Hit.
Mit einem Sieg in Sprint 7 begann für Manuel
Tenschert (Hörle Racing Krone Hit) das große
Zittern bei Markus Haimbuchner (Brenntag/HKS), der
nur noch von außen zuschauen konnte. Ab sofort
wurde es zur Rechenaufgabe den Champion des Jahres
2011 zu eruieren. Lukas Hackensellner (SRT p.b.
B&B) belegte Rang 2 vor Andreas Amon (Cerberus IT
p.b. KCM).
Für eine Riesenschrecksekunde sorgte eine
Kollision zwischen den Teamkollegen Koschier (Bodystream
Racing Team) und Benesch (traumbad.at) die mit
einem Überschlag von Benesch endete. Außer einem
extrem verbogenen Kart war dann doch alles soweit
in Ordnung.
Den letzten Sprint des Jahres holte sich erneut
Marion Novak (Hörle Racing Krone Hit) vor
Christoph „Wichtel“ Stasek (Cerberus IT p.b. KCM)
und RopertoPesevski (Eastreal Power One). Bei den
Damen entschied sich das Duell um den Gesamtsieg
mit einem Dreher von Ines Gruber. Damit war der
Weg für Evelyn Enzenhofer zum Titelgewinn frei. |